Auf dieser Seite soll es um unseren DINO gehen, er war mein erster Hund und wird wohl immer etwas ganz Besonderes in unseren Herzen bleiben.

Aber beginnen wir die Geschichte doch einfach mit dem Anfang:
Ich hatte mir schon so lange, wie ich mich irgend erinnern konnte, einen Hund gewünscht - da mir dieser Wunsch zunächst verwehrt blieb, begnügte ich mich damit, mit Nachbars Dackel spazieren zu gehen.
Eines Tages, es war im Herbst des Jahres 1992, wurde ich von meinem Tierarzt angesprochen: "Du wolltest doch so gerne einen Hund haben - ich hätte einen für Dich".
Das war natürlich mein Stichwort, und ich war schneller zum Angucken in der Praxis, als man "Piep" sagen kann.Tja und da habe ich ihn dann das erste Mal gesehen, meinen DINO, und wenn es so etwas wie Liebe auf den ersten Blick gibt - bei diesem Hund und mir gab es sie!!!

Zunächst mußten meine Eltern überzeugt werden, beide waren damals noch berufstätig, ich ging in die Schule, viele Fragen tauchten auf: wie sollte das gehen mit einem Hund in der Familie, hätten wir genug Zeit, könnte er auch mal alleine bleiben, was, wenn wir verreisen???
Mit Hilfe meines Tierarztes habe ich es schließlich geschafft meine Eltern zu überzeugen. Wir fuhren ein letztes Mal in diesen Herbstferien ohne Hund in den Urlaub (die Ferien waren schon gebucht, der kleine Golf vollbesetzt) und mein Hund blieb die Woche über bei meinem Tierarzt.
Ich erinnere mich noch, im Urlaub alles gelesen zu haben, was es damals an Literatur über Hunderziehung gab, und dann zog er endlich bei uns ein.
DINO war am 27.4.1991 geboren worden, wer seine Eltern waren ist unbekannt, genauso wie die Geschichte, wie er es schaffte als Welpe schließlich im Tierheim zu landen. Dort holte ihn eine Frau ab, obwohl sie sich aufgrund ihrer räumlichen und privaten Verhältnisse nicht ausreichend um ihn kümmern konnte.
Mein Hund wurde rumgeschoben, hierhin gegeben, dorthin gegeben... Schließlich, nach offenbar einigen Stationen und Rückholaktionen war es soweit, dass sich das damalige Frauchen entschloss, den gerade mal eineinhalb - jährigen Hund einschläfern zu lassen. Zu kompliziert erschien es, mit ihm ein angenehmes Leben führen zu können. Sogar die Tapeten soll er von den Wänden geholt haben...

Bei mir war von alledem nichts zu spüren. Dino merkte sehr schnell, dass er angekommen war, machte nichts kaputt und war, abgesehen von dem absoluten Mangel an Erziehung (Straßensicherheit, Herankommen usw.) ein absoluter Traumhund von Anfang an. Wir wurden unzertrennlich - wo ich hinging - dort war auch mein Hund.
Wir haben soviel Zeit zusammen verbracht, zusammen das Abi geschafft, den ersten Freund gehabt und die erste Trennung durchlebt, wir haben zusammen studiert - ja mein Hund war mit an der Uni, hat im Hörsaal gelegen und an Kursen teilgenommen, wir haben viele herrliche Reisen (Österreich, Norditalien, Schweiz, Dänemark) gemacht. Dino war immer mit von der Partie, sofern es irgend möglich war.
Durch ihn habe ich natürlich auch Freundschaften geschlossen (das soll ja so üblich sein bei Hundeleuten) und dadurch wiederum eines meiner liebsten Hobbys entdeckt - das Agility.
Zum Agility sind DINO und ich durch Kerstin gekommen, eigentlich besuchten wir zusammen das Gymnasium und quälten uns mit dem Abi rum, dann kam die Einladung sie auf den Hundplatz zu begleiten - eigentlich war das nicht so mein's, aber nach dem ersten Besuch was ich schnell infiziert und so folgten eine dicke, noch heute andauernde Freundschaft zwischen uns, und eine zwischen den Hunden - meinem Dino und seinem allerbesten Freund Jack - Kertins DSH-Labrabor Mix.
Was waren das für Turnierwochenenden, Montagstrainings und gemeinsame Ausflüge auf den Acker oder an den Grunewaldsee...
Eine herrliche Zeit voller schöner Erinnerungen.

Nun ist es nicht so, dass wir uns nur mit Hundesport begnügt hätten - als ich 2001 wieder mit dem Reiten anfing, war Grundvoraussetzung, dass es DINO gefallen mußte - nun es gefiel ihm! DINO brachte alle Grundvoraussetzungen für einen guten Reibegleithund praktisch mit und so haben wir noch viele, wunderschöne gemeinsame Ausritte zusammen erleben dürfen.

Das Leben entwickelt sich rasant weiter, und besonders wenn die Tage erfüllt und abwechslungsreich sind, merkt man oft gar nicht wie die Zeit rast.
Im Laufe der Zeit war viel passiert, mein Studium abgeschlossen, ich hatte mit Raphael einen Hausumbau hinter mir und dann kam der Einzug ins Eigene Heim. Damit war dann 2005 auch der Weg frei für einen langgehegten Wunsch - ein zweiter, kleiner Hund sollte einziehen. Wir holten EDDIE zu uns. DINO kam klasse klar mit dem kleinen Wicht und war ihm ein sehr guter und geduldiger Lehrmeister in einer Art und Weise, die ich so nicht zu Hoffen gewagt hätte.
In das Jahr 2005 fielen auch weitere Einschnitte, Jack starb im November, kurze Zeit nachdem Kerstin mit Baghira ebenfalls eine Welpe zu sich genommen hatte, viel zu früh und für alle unerwartet. Für uns war das der Zeitpunkt, DINO aus dem Turniergeschehen zu nehmen, Turniere ohne seinen besten Kumpel, das war mir einfach eine zu absurde Vorstellung. Wir beschränkten uns fortan auf seniorengerechtes Training und DINO hatte nun die Verantwortung der Erziehnung von zwei Junghunden allein zu tragen. Er machte es großartig!

Eigentlich sagten mir lange immer alle, meinem Hund wäre sein Alter kaum anzusehen, und trotz einiger Alterszipperlein blühte er nochmal richtig auf seitdem EDDIE bei uns war - der Kleine tat ihm gut!
Ab September 2006 begann mein Hund dann doch sichtbar zu altern, die Wehwechen wurden mehr, die Lust auf gemeinsame Spaziergänge weniger. Wir haben trotzdem jede Minute mit ihm genossen und waren jeden Morgen, den er mit uns gemeinsam aufwachte, unbeschreiblich dankbar.
Dino hat sich ein Jahr lang nach und nach von uns verabschiedet, mir ist dies unendlich schwer gefallen. Er hat mir meinen Wunsch erfüllt und noch Weihnachten 2007 mit uns gemeinsam gefeiert, dann reichte die Kraft nicht mehr aus und wir mußten ihn am 29.12.2007 für immer gehen lassen. Er ist jetzt bei Jack...
DINO - Du wirst für uns immer etwas ganz Besonders bleiben.

Du bist mein Schatten am Tage und in der Dunkelheit mein Licht
|